Beton hat eine Jahrtausende alte Tradition. Das Kolosseum oder das Pantheon in Rom beispielsweise hätten ohne die Verwendung "römischen Betons" so nie realisiert werden können. "Opus caementitium" bezeichneten die römischen Baumeister ihren Vorläufer des heutigen Betons, ein Begriff der sich aus den Wörtern "opus" (Werk, Bauwerk, Bauverfahren) und "caementitium" (von caementum: Bruchstein, Mauerstein, Zuschlagstoff; Ursprung für unser heutiges Wort Zement) zusammensetzt. Das "Caementum" wurde von ihnen mit "materia" bzw. "mortar" (Mörtel) gemischt und veränderte sich dann in einen äußerst druckfesten "Kunststein", der der Witterung in vielen Fällen bis heute Stand hält.
Die Technik des "Armierens" ist im Vergleich zum Beton deutlich jünger. Sie geht auf den französischen Gärtner Joseph Monier zurück , der es 1867 endgültig leid war, dass seine Pflanzkübel immer wieder zerbrachen, wenn er sie mit Erde befüllte. Er verstärkte sie also mit Eisendrähten, die er in den Beton mit eingoss. Als Vorbild für diese Idee dienten ihm übrigens Pflanzen, denen er die Stabilisierung mittels Fasern- und Rippeneinschlüssen "abschaute".