Fertiggaragen: Kombilösungen im Kommen.

Nicht erst seitdem Baugrund so teuer geworden ist, sind immer mehr Bauherren daran interessiert, Haus und Garage auf den kleiner werdenden Grundstücken so miteinander zu kombinieren, dass Optik und Funktion sich gegenseitig nicht beeinträchtigen.

Bewährt haben sich vor allem der Direktanschluss, die Schleppdachintegration, die Grenzbebauung, die Carportkombination, die Garage als Hauselement sowie die Reihengarage.

Direkt an das Haus angeschlossen.

Wer eine Betonfertiggarage direkt an den Baukörper des Hauses anschließen lässt, unterstreicht die Einheit des Gesamtbauensembles, ohne dabei die Eigenständigkeit der Garage zu unterdrücken. Wichtigster funktionaler Vorteil dieser Verfahrensweise: Die Garage wirkt als zusätzlicher Klimapuffer des Hauses, hält vor allem im Winter die kalte Außenluft vom Haus ab!

Bitte beachten: Wichtig ist eine professionelle Verbindung der beiden Gebäude mit so genannten Wandanschlussprofilen, die eine Durchfeuchtung des Anschlussbereiches durch Schlagwasser verhindern.

geringere Versicherungsbeiträge

Mit Schleppdach ins Haus integriert.

Mit Sicherheit die Methode, bei der die separate Garage optisch am stärksten an das Haus angebunden wird. Meist etwas teurer, weil der Aufwand größer ist. Dafür wird oft auch noch zusätzlicher Stauraum gewonnen.

Bitte beachten: Der Übergangsbereich zwischen Garage und Hausdach sollte unbedingt von Profis geplant und realisiert werden!

Auf die Baugrenze gestellt.

Wird immer dann gerne gemacht, wenn das örtliche Baurecht dies zulässt und/oder die Nachbarn gegen eine solche Bebauungsform nichts einzuwenden haben. Denn auf diese Weise wird der wertvolle Baugrund optimal ausgenutzt. Oftmals wird das Haus dann ein Stück abgesetzt, so dass ein geschätzter Zugang zum Hauseingang entsteht, der manchmal auch noch durch ein bei der Garage aufliegendes Verbindungsdach wetterfest gemacht wird.

Bitte beachten: Vorschriften des örtlichen Baurechts bzw. Einspruchsrecht der Nachbarn.

Einzelgarage

Die Garage als Hausbauteil.

Wer seine Betonfertiggarage als Raummodul im Rohbau des Hauses integriert, kann dadurch unter Umständen viel Geld sparen. Grund: Da die Betonfertiggarage industriell hergestellt wird und nicht vor Ort gemauert werden muss, fallen die Gesamtbaukosten meist wesentlich niedriger aus. Üblich ist dabei eine Integration der Betonfertiggarage im Erdgeschoss. Im Kellerbereich werden Betonfertiggaragen heute – im Gegensatz zu früher – kaum mehr integriert.

Bitte beachten: sorgfältige Auswahl der Baustoffe und gründliche Prüfung der Übergänge.

Mit einem Carport als Verbindung.

Oft vergrößern Planer und Bauherren den Abstand zwischen Haus und Garage auch so weit, dass dazwischen ein Carport eingepasst werden kann. Auf diese Weise wird ein zusätzlicher überdachter Stellplatz gewonnen, der an der einen Seite von der Garage getragen wird. Zudem ist ein wettergeschützter Zugang zum Haus möglich.

Haus und Garage werden über das Carport zwar auch optisch miteinander verbunden – das Ensemble wirkt aber lange nicht so massiv wie andere Verbundlösungen.

Die Reihengarage.

Nicht nur bei Mehrfamilien- und Reihenhausanlagen werden aus Platzgründen gerne mehrere Garagen an einem Ort zusammengefasst – auch für mehrere frei stehende Einfamilienhäuser bietet sich diese Funktionsbündelung unter Umständen an. Die notwendigen Verkehrsflächen können so von mehreren Anliegern gemeinsam genutzt werden. Außerdem lassen sich die Garagen Wand an Wand aufstellen.

Bitte beachten: Die notwendigen rechtlichen Regelungen einer solchen „Gemeinschaftsanlage“ sind nicht immer ganz einfach.